Anfrage und kostenpflichtiger Auftrag
Eine übermittelte Pflegeanfrage ist noch keine kostenpflichtige Buchung. Aus der Auswahl einer Leistung oder eines Wunschzeitraums ergibt sich daher für sich genommen keine Zahlungspflicht.
Die folgenden Informationen betreffen einen anschließend tatsächlich geschlossenen Vertrag. Welche Regeln anwendbar sind, hängt insbesondere davon ab, wie der Vertrag geschlossen wurde und ob Sie als Verbraucher handeln.
Gesetzliches Widerrufsrecht
Bei einem Fernabsatzvertrag oder einem außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Dienstleistungsvertrag kann Verbrauchern ein gesetzliches Widerrufsrecht zustehen. Die gesetzliche Frist beträgt grundsätzlich 14 Tage ab Vertragsschluss, sofern die erforderliche Belehrung ordnungsgemäß erfolgt ist.
Zur Ausübung genügt eine eindeutige Erklärung über Ihren Entschluss, den Vertrag zu widerrufen. Eine Begründung ist nicht erforderlich; zur Fristwahrung reicht die rechtzeitige Absendung der Erklärung.
Widerruf erklären
Richten Sie die Erklärung an Neptun Yachten GmbH, Dieselstr. 8, 33378 Rheda-Wiedenbrück, oder an [email protected]. Nennen Sie zur Zuordnung Ihren Namen und den betroffenen Auftrag; Sie können zusätzlich das Datum des Vertragsschlusses angeben.
Ein bestimmtes Formular ist nicht vorgeschrieben. Aus der Mitteilung muss erkennbar sein, dass Sie den betreffenden Vertrag widerrufen möchten. Für Rückfragen steht auch die Telefonnummer +49 15563 381229 zur Verfügung.
Rückzahlung nach einem wirksamen Widerruf
Bereits erhaltene Zahlungen werden bei einem wirksamen Widerruf nach den gesetzlichen Vorgaben spätestens innerhalb von 14 Tagen zurückgezahlt. Die Rückzahlung erfolgt grundsätzlich über dasselbe Zahlungsmittel, sofern nicht ausdrücklich und kostenfrei eine andere Lösung vereinbart wurde.
Ein gesetzlich zulässiger Wertersatz für bereits erbrachte Dienstleistungen wird nur berücksichtigt, wenn die hierfür erforderlichen Voraussetzungen tatsächlich erfüllt sind. Nicht jede begonnene Tätigkeit rechtfertigt automatisch einen Abzug.
Beginn vor Ablauf der Widerrufsfrist
Soll eine kostenpflichtige Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen, ist ein ausdrückliches Verlangen beziehungsweise die gesetzlich erforderliche Zustimmung vor Beginn notwendig. Die erforderlichen Informationen werden für den konkreten Vertrag gesondert berücksichtigt.
Ein Wertersatz für bis zum Widerruf erbrachte Leistungen setzt unter anderem die ordnungsgemäße Information und den ausdrücklich gewünschten vorzeitigen Beginn voraus. Sein Umfang richtet sich nach der tatsächlich erbrachten, gesetzlich zu berücksichtigenden Leistung.
Vollständig erbrachte Dienstleistung
Bei einem kostenpflichtigen Dienstleistungsvertrag kann das Widerrufsrecht nach vollständiger Erbringung erlöschen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören insbesondere die vorherige ausdrückliche Zustimmung zum Beginn und die Bestätigung der Kenntnis vom Erlöschen bei vollständiger Leistung.
Eine gewöhnliche Pflegeanfrage enthält keine pauschale Zustimmung zu einem solchen vorzeitigen Beginn. Die hierfür nötige Erklärung ist vom Anfrageformular zu trennen und wird gegebenenfalls vor der Vertragsdurchführung eingeholt.
Absage außerhalb des gesetzlichen Widerrufs
Wenn Sie einen vereinbarten Einsatz ändern oder absagen möchten, informieren Sie uns möglichst früh und nennen Sie den betroffenen Termin. Eine Absage außerhalb des gesetzlichen Widerrufs wird anhand des konkreten Vertrags und der bereits erbrachten Leistungen behandelt.
Es wird keine allgemeine feste Stornopauschale für jede Absage angesetzt. Vereinbarungen, tatsächlich entstandene Aufwendungen, ersparte Kosten und zwingende gesetzliche Rechte sind im Einzelfall zu berücksichtigen.
Beanstandungen und gesetzliche Rechte
Wenn Sie eine Beanstandung zur ausgeführten Pflege haben, beschreiben Sie den betroffenen Bereich und die beobachtete Abweichung. Dies erleichtert die Klärung und gegebenenfalls die Abstimmung einer gesetzlich vorgesehenen Abhilfe.
Gesetzliche Mängel- und Schadensersatzrechte werden durch diese Informationen nicht eingeschränkt. Der rechtliche Rahmen ergibt sich insbesondere aus den jeweils anwendbaren Bestimmungen des BGB; ergänzend gelten die wirksam vereinbarten Geschäftsbedingungen.